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Archiv für die Kategorie „Allgemeines“

Zusatzversicherung – einzeln oder im Paket?

Verbraucher wünschen sich auch im Bereich der Zusatzversicherung individuellen Versicherungsschutz. Vor allem Frauen bevorzugen es sich ihre Zusatzversicherung nach Leistungen beliebig zusammenzustellen.

Während es vor wenigen Jahren noch üblich war, Zusatzversicherungen herauszubringen, die Leistungen aus verschiedenen Bereichen beinhalten, wünschen sich immer mehr Verbraucher eine maßgeschneiderte Lösung bei ihrer Zusatzversicherung. Immer mehr Versicherer, allen voran die CSS Versicherung, sind dazu übergegangen, Zusatzversicherung im Baukastenprinzip anzubieten.

Das bedeutet, dass der Kunde sich aus einer Reihe verschiedener Leistungsbausteine seine persönliche Krankenzusatzversicherung so zusammenstellen kann, wie es ihm beliebt. Zudem kann er auch flexibel im Laufe der Zeit entscheiden, ob ihm der eine oder andere Baustein doch zusagt oder ob er einen anderen Tarifbaustein lieber abwählen möchte.

Dieses Verfahren bietet zwei Vorteile: Der Kunde erhält fast genau das, was er sich wünscht. Der Versicherer hingegen kann durch Pruduktdifferenzierung die Produzentenrente besser abschöpfen. Durch ein passgenaues Angebot, welches sich nach den Bedürfnissen des Verbrauchers richtet, kann eine größere Anzahl an Kunden erreicht werden. Durch höhere Beitragseinnahmen, lassen sich die Tarife wiederum besser und günstiger kalkulieren, da die Verwaltungskosten pro Kunden im Durchschnitt natürlich günstiger werden.

Zusatzversicherung im Paket scheint nicht mehr zeitgemäß zu sein. Zumindest nicht, wenn das Paket nicht nach den Wünschen des Kunden geschnürt wurde.

Bürgerliche Mehrheit bringt Änderungen im Gesundheitswesen

Der Wahlsieg von Union und FDP bringt einige Änderungen im Gesundheitswesen. Beide Parteien wollen Eigenverantwortung und Prävention der Versicherungsnehmer stärken. Dazu gehört auch mehr Transparenz und Wettbewerb im Gesundheitswesen. Kernpunkt dabei ist es, dass Dokumentationspflichten und bürokratische Vorgaben gelockert werden sollen. Außerdem geht es um einen Ausbau der Wahlmöglichkeiten der Patienten. Auch wenn die eher links gerichtete Parteien gerne ein Schreckgespenst an die Wand malen, geht damit keineswegs der Untergang des Sozialstaates auf Kosten ärmerer Bevölkerungsgruppen einher. Das System der Gesetzlichen Krankenversicherung und der Gewährleistung einer umfassenden Grundabsicherung für jeden bleibt unangestastet. Wichtig ist aber das erstmal eindeutig die Idee der Bürgerversicherung vom Tisch ist, die mit der quasi Abschaffung der Privaten Krankenvollversicherung einher gegangen wäre.

Kernpunkt und Zielsetzung der neuen Gesundheitspolitik ist es, die Möglichkeiten der Kombination gesetzlicher Krankenversicherung und einer privaten Krankenzusatzversicherung signifikant zu erweitern. Somit bieten sich den Versicherungsnehmern ganz neue Perspektiven für den Abschluss einer Zusatzversicherung. Während jedoch die FDP den gerade eingeführten Gesundheitsfonds wieder abschaffen möchte, steht die Union – noch – für die Beibehaltung des Finanzierungsfonds. Es wird spannend, was das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen sein wird. Bundeskanzlerin Merkel wird es aber schwer haben, den Gesundheitsfonds zu verteidigen, da auch eine Reihe von Spitzenpolitikern der Union eine Abschaffung befürworten. Fällt der Gesundheitsfonds gibt es keine einheitlich fest geschriebenen Tarife mehr in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Somit können viele Versicherte von geringeren Beiträgen profitieren, die dann z. B. für eine Zusatzversicherung Heilpraktiker oder Zahnzusatzversicherung mit verwendet werden können.

Anders an der schwarzgelben Gesundheitspolitik wird auch die Finanzierung sein. Beide Parteien setzen sich für eine anteilige Finanzierung des Gesundheitssystem durch Steuern ein. Darüber hinaus möchte die FDP auch die Praxisgebühr wieder abschaffen, da diese zu bürokratisch sei und die Pflegeversicherung soll in ein prämien- und kapitalfinanziertes System übergehen. Die Union ist auch dafür, dass die Pflegebedürftigkeit in der Pflegeversicherung differenzierter definiert wird.

Ein wichtiger Punkt in der Gesundheitspolitik von Union und FDP wird die Rolle der Prävention sein. Insbesondere Volkskrankheiten sollen durch eine stärkere Verantwortung der Versicherten eingedämmt werden. Ergänzend zu den zunehmenden Fördermaßnahmen und Anreizmechanismen, die der Staat hier frei setzen möchte, sollte auch eine Zusatzversicherung Heilpraktiker abgeschlossen werden.

Unabhängig vom maroden Zustand des staatlichen Gesundheitssystem wurde und wird dem Faktor Seele einen zu geringen Stellenwert eingeräumt. Zur nachhaltigen Linderung, Bekämpfung oder auch Prävention von Krankheiten ist nicht selten ein “ganzheitlicher” Ansatz angebracht, der die Wechselwirkungen von Körper, Geist und Seele mit einbezieht. Viele Krankheitssymptome sind nicht – nur – physischer Ursachen, sondern haben ihren Ursprung in psychischen Belastungen. Nicht zu erwähnen, dass Experten inzwischen fest davon ausgehen, dass Depressionen die Volkskrankheit Nummer Eins sind. Leider gerät das viel zu wenig in die politische Diskussion. Jedoch bieten z. B. Methoden der traditionellen chinesischen Medizin gute und inzwischen auch wissenschaftlich erwiesene Linderungen von schweren Krankheiten oder bieten durch ein Stressmanagement, das auch im Leistungskatalog von z. B. Heilpraktikern enthalten ist, Methoden zur Bekämpfung der Ursachen.

Hier geht es zu Hintergrundinformationen über die private Krankenversicherung.

Das wird von der GKV nicht mehr bezahlt

Auch zum 1.1.2009 wurde wieder viele medizinische Leistungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse gestrichen. Privater Versicherungsschutz in Form einer Krankenzusatzversicherung wird immer wichtiger.

Unter anderem wurden folgende Leistungen gestrichen und werden fortan nicht mehr von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt oder geleistet:

Die aufgezeigten Streichungen sind nur beispielhaft, insgesamt wurden mehrere hundert Leistungen gestrichen.

Im Zuge weiterer Gesundheitsreformen werden sicher noch zahlreiche weitere Leistungen aus dem gesetzlichen Katalog gestrichen werden.

Absaugung körpereigener Flüssigkeiten, Aderlass,Anlegen einer Finger- oder Zehennagelspange,Anwendung und Auswertung standardisierter Intelligenz- und Entwicklungs-Tests (z.B. HAWIE(K)-R, IST, CFT) mit schriftlicher Aufzeichnung, Ausspülung des Magens mittels Magenschlauch, Beratung, auch mittels Fernsprecher

-Betreuung eines moribunden Kranken unter Einbeziehung der Gespräche mit den versorgenden und unmittelbar betroffenen Personen zu einem dem Zustand u. Verlauf angemessenen Umgehen mit dem Sterbenden u. zu seiner abgestimmten humanen, sozialen, pflegerischen u. ärztlichen Versorgung

-Einrichtung eines gebrochenen Handwurzel-, Mittelhand-, Fußwurzel- oder Mittelfußknochens Einrichtung eines gebrochenen Oberarm- oder Oberschenkelknochens oder des gebrochenen Beckens

-Extraktion eines Finger- oder Zehennagels

-Kleiner Schienenverband, auch als Notverband bei Frakturen

Die Aufzählung kann noch Seiten so weiter gehen. Ärzte erhalten für gesetzlich Versicherte kaum noch eine leistungsgerechte Bezahlung. Neben den Beitragsanpassungen der GKV wurden zudem belegbar massiv Leistungen gekürzt.