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Focus Versicherungscheck unzureichend – besser Zahnzusatzversicherung Vergleich
Vor kurzem veröffentlichte das Nachrichtenmagazin “Focus” in einem Sonderartikel einen Versicherungsscheck von A bis Z, in dem aufgeführt wurde, welche Zusatzversicherung sinnvoll ist und welche nicht. Leider wurde das Vorurteil gegenüber den Focus, dass Artikel und Berichte oft da aufhören, wo es interessant wurde in Bezug auf die Zusatzversicherung Zahn bestätigt. So wurde berichtet, dass eine Zahnzusatzversicherung nicht sinnvoll ist abzuschließen, weil die Patienten selbst bei einer Zusatzversicherung Zahn noch auf großen Eigenanteilen sitzen bleiben. Das ist aber weit weniger als die halbe Wahrheit. Die Unterschiede sind gerade bei Zahnversicherungstarifen enorm. Anscheinend haben die Focus-Redakteuere hier nicht gründlich genug recherchiert und nur einige, eher schlechtere Tarife heran gezogen oder Tarife, die zwar in einem der drei Bereiche der Zahnmedizin (Zahnbehandlungen, Zahnersatz und Kieferorthopädie) sehr umfassend leisten, dafür aber in anderen kaum oder gar nicht. Fairerweise sei hier aber auch erwähnt, dass im Focus nur ein kurzer Überblick über die wichtigsten Policen abgedruckt wurde. Es lohnt sich aber allemal beim Zahnzusatzversicherung Vergleich sehr genau hinzusehen.
Betrachten wir beispielsweise den Testsieger beim Zahnzusatzversicherung Warentest “Central Prodent”, so fällt auf, dass dieser Tarif in der Tat sehr leistungsstark ist in Bezug auf den Zahnersatz, beim Thema Zahnbehandlungen dagegen nur für (plastische) Zahnfüllungen einen Maximalbetrag von 75 Euro pro Zahn bezahlt. Die professionelle Zahnreinigung, Parodontose- und Wurzelbehandlungen werden dagegen von der Central Prodent überhaupt nicht übernommen. Das ist z. B. bei der ARAG oder der CSS Versicherung der Fall, die eine Zusatzversicherung Zahn für nur wenige Euro mehr anbieten, dafür aber über Zahnbehandlungen hinaus auch noch sehr umfassend für Kieferorthopädie leisten.
Bei der CSS Versicherung und der ARAG Z100 werden z. B. Zahnbehandlungskosten zu 100 % übernommen und hochwertiger Zahnersatz zu mindestens 80 %, wobei die Vorleistung, also der geringe Festzuschuss, der GKV hinzu kommt. Ebenso werden unbegrenzt Implantate zu 80 % übernommen und auch kieferorthopädische Leistungen zu 80 % bezahlt. Insofern kann nicht davon die Rede sein, dass die Patienten meistens weiterhin hohe Zuzahlungen zu entrichten haben, sofern eine gute Zusatzversicherung Zahn aus den unzähligen Angeboten ausgewält wurde.
Bei einigen Tarifen muss – neben den Leistungen für die drei Zahnmedizinbereiche – auf evtl. vorhandene anfängliche Leistungsbegrenzungen, nach der üblichen Wartezeit von gewöhnlich acht Monaten, beachtet werden.
Besonders stark sind die Summenbegrenzungen (die nur im Falle eines Unfalles entfallen) bei der “Central Prodent”, die erst ab dem siebten Versicherungsjahr unbegrenzt leistet. Der Vorteil bei der “Central Prodent” besteht aber in ihrer Beitragsstabilität, die aber auf der anderen Seite auch mit einem geringeren Leistungsumfang “erkauft” wird.
Die Zusatzversicherung Zahn der CSS Versicherung hat dagegen keine anfänglichen Summenbegrenzungen, daher bleibt der Patient nicht auf hohen Eigenanteilen sitzen, wenn er sich für den richtigen Tarif entscheidet.
Außer Acht gelassen im kurzen Focus Abschnitt zum Thema Zahnzusatzversicherung wurde auch die Tatsache, dass die Gesetzliche Krankenversicherung schon längst nicht mehr für alle Behandlungen, die vom Zahnarzt als notwendig und sinnvoll erachtet werden, einen Beitrag leistet. Daher bringt es nichts, wenn z. B. einige Patienten dem Angebot von Zahnzusatzversicherungen misstrauen und daher lieber Geld für den Ernstfall zurück legen. Ein Patient ohne Zusatzversicherung Zahn genießt, ungeachtet der finanziellen Situation, keinen besseren Status beim Zahnarztbesuch. Dieser wird nur durch eine Zusatzversicherung Zahn erreicht. Falls diese nicht vorliegt hat der Zahnarzt auch möglicherweise einen geringeren Anreiz auf sinnvolle Behandlungen hinzuweisen. Besonders bei der CSS Versicherung profitiert der Patient bei jedem Zahnarztbesuch von einer “Privatpatient”-Behandlung.
Es bringt auch nichts Gelder für möglichen Zahnersatz oder Zahnbehandlungen bei Seite zu legen, weil die Kosten nicht prognostiziert werden können. Wer weiß schon, wie viele Zähne zukünftig ersetzt werden müssen und wie teuer dann der optimale Zahnersatz sein wird?
Die Unterschiede sind gerade bei Zusatzversicherung Zahn sehr groß, daher kann nicht pauschal gesagt werden, dass eine private Zahnzusatzversicherung keinen Sinn macht. Bei einigen Tarifen mag das stimmen, jedoch nicht, wenn der für den persönlichen Bedarfsfall optimale Tarif durch ein Zahnzusatzversicherung Vergleich ermittelt worden ist.
